Referenzübersicht

Ersatz Sekundärschutzgeräte, Integration der Schaltanlage in ein Netzleitsystem

Für ein Elektrizitätversorgungsunternehmen im Aargau führt EcoWatt Projects AG die Erneuerung der Sekundärschutzgeräte durch, wobei die bestehenden Schutzgeräte vom Typ RN1 durch Geräte vom Typ Schneider Micom P132 ersetzt werden. Im Laufe der insgesamt dreijährigen Projektphase werden 6 Trafostation mit insgesamt 32 Schutzgeräten umgebaut und in ein neues Netzleitsystem integriert. Die Anbindung in die Leittechnik erfolgt über das IEC 61850 Übertragungsprotokoll.

Das bestehende Schutzkonzept (RVS mit rückwärtiger Verriegelung) wird nach der Erneuerung der Schutzgeräte beibehalten. Die Schaltanlagen-interne Verriegelung wird elektrisch über eine Sperrschiene realisiert. Die Anlagen-übergreifende Verriegelung wird neu auf Basis GOOSE umgesetzt. Die Kommunikation zwischen den Trafostation wird über LWL-Kabelverbindungen gewährleistet. Die Schutzgeräte werden über ein RJ45 Patch-Kabel mit dem Switch verbunden.

Für den Schutz wird ein separater HSR Ring aufgebaut. Dies ermöglicht ein redundantes System mit hoher Verfügbarkeit.

Im Falle eines einzelnen Netzwerkfehlers geht kein Paket / Meldung verloren

siehe Bild 7: HRS Ring

Folgende Leistungen wurden durch EcoWatt Projects AG ausgeführt:

  1. Grundlagen Engineering (Einbau Schutzgeräte usw.)
  2. Engineering für Kommunikationsanbindung (Schnittstellen, Datenpunkte)
  3. Materialbeschaffung
  4. Schema erstellen
  5. Umverdrahtung der Schaltanlagen vor Ort (VARIA / PIX / ...)
  6. Software erstellen für Schutzgerät Micom P132
  7. Inbetriebnahme Schutzgeräte Micom P132
  8. Datenpunkt-Tests (ab Meldungsgeber)
  9. Anlage-Dokumentation erstellen

Erfahrungen aus vergangenen Projekten zeigten, dass die Schutz- und Datenpunkt (DP)-Prüfungen nicht gleichzeitig erfolgen sollen. Effizienter ist ein Vorgehen in drei Phasen: Typentests / Schutzprüfungen / DP-Tests. Folgende Vorteile ergeben sich daraus:

Es entstehen keine Wartezeiten bei Behebung von allfälligen Verdrahtungs- und Kommunikationsfehlern usw.
Es entsteht bei der Überprüfung keine unnötige Hektik, sondern alle Teilfunktionen können gewissenhaft überprüft werden.